Gastroenterologische Leistungen

Hier erhalten Sie eine Übersicht über unsere Leistungen im Bereich Gastroenterologie.

Gastroenterologie

  • Diagnostik und Therapie gastroenterologischer Erkrankungen:
  • Ultraschall der Bauchorgane und des Darms
  • Gastroskopie (Inspektion von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm)
  • Ileo-Koloskopie (Inspektion des Dickdarms und des unteren Dünndams)
  • Polypabtragung in Magen und Darm
  • H-2-Atemtest (Verdacht auf Milchzucker- oder Fruchtzuckerunverträglichkeit)
  • Sprechstunde für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED)
  • Biologika (TNF-alpha-Blocker) Therapie mit Infusionsplätzen

Gastroenterologie - Endoskopie

Insbesondere zur Früherkennung bösartiger Erkrankungen besitzt die Endoskopie eine sehr hohe diagnostische Aussagekraft und bietet oftmals die Möglichkeit, z.B. Vorstufen bösartiger Tumoren (so genannte Polypen) in gleicher Sitzung zu entfernen. Auch zur Abklärung zahlreicher Beschwerden ist eine endoskopische Untersuchung häufig unverzichtbar – hierzu zählen beispielsweise Ober- und Unterbauchschmerzen, Sodbrennen, unklare Gewichtsabnahme, Blutarmut oder Veränderungen des Stuhlgangs.

Die Endoskopie des Verdauungstraktes ist eine weltweit seit Jahrzehnten etablierte Standardmethode und wird von uns seit vielen Jahren praktiziert. Durch unsere weit reichende Berufserfahrung und Spezialisierung können wir Ihnen ein Höchstmaß an Sicherheit anbieten und uns Ihrer Problematik individuell widmen. Hierbei steht uns neben speziell ausgebildetem Fachpersonal moderne Video-Endoskopie mit digitaler Befunddokumentation zur Verfügung. Unmittelbar nach der Untersuchung können wir Ihnen wesentliche Befunde demonstrieren und an Ihre Weiterbehandler unverzüglich weiterleiten.

Bei allen Untersuchungen werden höchste Hygienestandards eingehalten. Unsere Geräte werden regelmäßig von unabhängigen Institutionen überprüft und mit einem entsprechenden Zertifikat versehen.

Aufgrund der ständigen Fortschritte – nicht nur in unserem Fachgebiet – sehen wir eine regelmäßige Fortbildung als unabdingbar an. Hierzu zählt auch die Tätigkeit in verschiedenen Fachgesellschaften. Unsere Schwerpunktpraxis ist daher Mitglied folgender Fachgesellschaften:

  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)
  • Bund Deutscher Internisten (BDI)
  • Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS)
  • Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (BNG)
  • Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie (DGK)
  • Berufsverband der Coloproktologen Deutschlands (BCD)
  • Deutsche Gesellschaft für Endoskopie (DGE/BV)

Gastroenterologie - Magenspiegelung

Bei der Magenspiegelung wird ein dünnes, flexibles Gerät eingesetzt, um die Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm zu untersuchen. Dabei können Gewebeproben entnommen werden, die zur feingeweblichen Untersuchung durch einen Pathologen weitergeleitet werden.

Eine Helicobacter pylori Besiedlung des Magens kann durch einen Schnelltest diagnostiziert werden.

Für die Untersuchung müssen Sie morgens lediglich nüchtern sein – eine weitere Vorbereitung ist nicht erforderlich. Regelhaft führen wir die Magenspiegelung unter Gabe eines kurz wirksamen Narkose- bzw. Beruhigungsmittels durch (Propofol oder Midazolam). Die Untersuchung ist für Sie schmerzfrei. Nach kurzer Nachbeobachtung in unseren Räumen können Sie die Praxis wieder verlassen – bitte achten Sie aber darauf am Tage der Untersuchung nicht aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Das Untersuchungsergebnis wird Ihnen selbstverständlich in einem Abschlussgespräch mitgeteilt und der Befundbericht Ihrem Hausarzt noch am gleichen Tag zugeleitet. Im Falle einer Probenentnahme wird der Befundbericht des Pathologen in der Regel innerhalb von 3-4 Werktagen an Ihren Hausarzt weitergeleitet.

Für weitergehende Informationen steht Ihnen auch unser Aufklärungsbogen „Gastroskopie“ im PDF-Format zur Verfügung.

Gastroenterologie - Darmspiegelung

Bei der Darmspiegelung wird mit einem flexiblen Instrument der Dickdarm bis zum Übergang zum Dünndarm inspiziert. Bei der Untersuchung können Gewebeentnahmen bei entzündlichen oder anderen auffälligen Befunden entnommen werden. Polypen (in aller Regel gutartige Gewebeveränderungen) können in der Regel sofort entfernt werden (siehe auch Kapitel Polypenentfernung).

Das Untersuchungsergebnis wird Ihnen selbstverständlich in einem Abschlussgespräch mitgeteilt und der Befundbericht Ihrem Hausarzt noch am gleichen Tag zugeleitet. Im Falle einer Probenentnahme oder Polypentfernung wird der Befundbericht des Pathologen in der Regel innerhalb von 3-4 Werktagen an Ihren Hausarzt weitergeleitet.

Für weitergehende Informationen steht Ihnen auch unser Aufklärungsbogen „Koloskopie“ im PDF-Format zur Verfügung.

Gastroenterologie - Polypenentfernung

Der Begriff Polyp wird in der Medizin vielfältig verwendet und beschreibt lediglich eine wie auch immer geartete Vorwölbung der Schleimhaut. Hier beziehen wir uns hauptsächlich auf Polypen der Dickdarm- (und seltener der Magen- oder Dünndarm-) Schleimhaut, da diese in vielen Fällen wirkliche Neubildungen (Neoplasien) sind und sich zu bösartigen Krebsgeschwüren (Karzinomen) entwickeln können. Dickdarmschleimhautpolypen finden sich bei fast 30% aller Menschen im Alter über 50 Jahren, bei ca. 8% aller Menschen entwickelt sich in Laufe des Lebens Darmkrebs, welcher fast immer aus bestimmten langsam (d.h. über Jahre) wachsenden Dickdarmschleimhautpolypen hervorgeht.

Daher werden im Rahmen einer Darm- (oder wesentlich seltener Magen-) Spiegelung Polypen in aller Regel entfernt. Dies ist für Sie vollkommen schmerzlos.

Nach Abtragung eines Polypen besteht in der Regel die Notwendigkeit einer Nachsorgeuntersuchung – oft ist eine Kontrolluntersuchung nach 3-5 Jahren ausreichend. In einigen Fällen sind auch frühere Kontrollen erforderlich – hierzu sprechen wir Ihnen und Ihren zuweisenden Ärzten gegenüber eine entsprechende Empfehlung aus. Diese richtet sich nach den geltenden Leitlinien unserer Fachgesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten), schließt aber auch unsere Erfahrung und Ihre individuelle Gesamtsituation mit ein.

Gastroenterologie - Darmkrebsvorsorge

Jedes Jahr erkranken in Deutschland über 70.000 Menschen an Darmkrebs und knapp 30.000 sterben daran (Quelle: Statistik „Krebs in Deutschland 2005/2006“ – Projektion für 2010. RKI / GEKID Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.) Damit stellt der Darmkrebs eine der häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen überhaupt dar.

In aller Regel entsteht Darmkrebs aus zunächst gutartigen Polypen der Schleimhaut, die sich nach einigen Jahren zu Krebs weiterentwickeln können. Leider bleiben diese Polypen fast immer über lange Zeit unbemerkt, da sie in der Regel keine Beschwerden verursachen. Somit gibt es keine typischen Frühsymptome des Darmkrebses, die Sie als Patient selbst wahrnehmen können und ohne weitere Untersuchungen kann die Diagnose nicht rechtzeitig gestellt werden.

In Deutschland finden sich bei fast 30% aller Menschen im Alter über 50 Jahren Polypen. Bei ca. 8% der Bevölkerung entwickelt sich im Laufe des Lebens Dickdarmkrebs. Aus diesem Grunde gibt es seit dem Jahr 2002 die Vorsorgekoloskopie, auf die jeder Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse ab dem 56. Lebensjahr (und danach alle 10 Jahre) Anspruch hat.

Der Dickdarm bietet ideale Voraussetzungen für eine Vorsorge, da Polypen mit hoher Treffsicherheit entdeckt und zumeist in gleicher Sitzung entfernt werden können. Durch eine Spiegelung mit gleichzeitiger Entfernung von Polypen lässt sich das Risiko an Darmkrebs zu erkranken um bis zu 90% verringern (eine 100%ige Sicherheit kann nicht erreicht werden, da es z.B. selten auch ungewöhnliche oder schneller wachsende Darmkrebsformen gibt). Selbstverständlich erhalten Sie individuell dosiert für die Dauer der Untersuchung ein kurz wirksames Narkose- bzw. Beruhigungsmittel. Siehe hierzu auch Darmspiegelung/Koloskopie (àLink).

Der alternative Test auf verborgenes Blut im Stuhl oder der Test auf bestimmte Gene von Polypen oder bösartigen Tumoren bringt keine vergleichbare Sicherheit in der Darmkrebsvorsorge. Nachteile sind die schlechtere Erkennung von Polypen oder Tumoren, die ohnehin bestehende Notwendigkeit einer Darmspiegelung bei positivem Testergebnis sowie die im Falle des sog. Gentestes z.T. von Ihnen persönlich zu tragenden Zusatzkosten, da die Krankenkassen in der Regel nur die Kosten für den „einfachen“ Test auf verborgenes Blut im Stuhl meist 1x/Jahr übernehmen.

Nehmen Sie daher rechtzeitig an der Vorsorgeuntersuchung teil – solange Sie noch keine Beschwerden haben!

Gastroenterologie - Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Mittels Ultraschall können bestimmte innere Strukturen des Körpers dargestellt werden. Durch kurze und vollkommen unschädliche Schallwellenimpulse können verschiedene Gewebszustände erfasst werden und aufgrund z.B. einer Größenänderung oder Echogenitätsänderung (d.h. einer Änderung von Reflexion und Streuung) krankhafte Veränderungen sichtbar gemacht werden.

Bei der in unserer Praxis durchgeführten Abdomensonographie werden verschiedene Organe und Gefäße des Bauchraumes untersucht. Dies sind insbesondere die Leber, die Gallenblase mit den Gallenwegen, die Bauchspeicheldrüse, die Nieren und die Harnblase, die Milz, die verschiedenen Bauchgefäße (wie die z.B. die Hauptschlagader und die untere Hohlvene) sowie die Prostata bzw. die Gebärmutter. Hierbei können Entzündungen, gut- oder bösartige Tumoren und andere Veränderungen erkannt werden. Weiterhin können krankhaft vergrößerte Bauchlymphknoten oder – eingeschränkt – auch Veränderungen des Dünn- oder Dickdarmes untersucht werden.

Für die Untersuchung ist keine besondere Vorbereitung erforderlich – meist ist es aber günstig wenn der Patient nüchtern zur Untersuchung kommen kann.

Gastroenterologie - H2-Atemteste (Laktose/Fruktose)

Mit dem H2-Wasserstoff-Atemtest kann festgestellt werden, ob eine Milchzucker- oder Fruchtzuckerunverträglichkeit als mögliche Ursache von Verdauungsbeschwerden bei Ihnen vorliegt. Der Test ist einfach und unkompliziert, Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

Die Untersuchung ist am besten morgens durchzuführen, da sie vor der Untersuchung 12 Stunden nüchtern sein müssen. Bitte vor der Untersuchung nicht rauchen, nichts essen und trinken, auch kein Kaugummi oder Mundwasser benutzen, kein Lopedium/Loperamid/Imodium etc. einnehmen.

Nur bei Untersuchung am Nachmittag ist ein kohlenhydratarmes Frühstück erlaubt (z.B. Kaffee ohne Milch, ohne Süßstoff, eine Scheibe Schwarzbrot, Butter /Margarine und Schinken). Ab 8 Uhr sollten Sie dann vollständig nüchtern sein.

Antibiotika sollten mindestens zwei, besser drei bis vier Wochen vor der Untersuchung abgesetzt werden!

Durchführung: Sie erhalten von uns eine Testlösung zu trinken, die den Zuckerstoff Laktose (Milchzucker) bzw. Fruktose (Fruchtzucker) enthält. Falls Laktose bzw. Fruktose im Dünndarm nicht aufgespalten werden kann gelangt diese in den Dickdarm und bei der bakteriellen Aufarbeitung entsteht dann u.a. Wasserstoff. Dieser gelangt über das Blut in die Lungen und wird abgeatmet. Da normalerweise kein Wasserstoff in der Ausatemluft vorhanden ist, deutet ein positives Ergebnis auf eine mögliche Laktose- oder Fruktoseintoleranz hin.

Gemessen wird die Wasserstoff-Konzentration in der Ausatemluft vor und nach dem Trinken einer bestimmten Menge Laktose (Milchzucker) bzw. Fruktose (Fruchtzucker). Die Untersuchung dauert insgesamt ca. 2 Stunden, in Intervallen von 15-30 Minuten müssen Sie in das Teströhrchen pusten.

Das Testergebnis leiten wir an Ihren Hausarzt bzw. Ihren behandelnden Arzt weiter, gerne können Sie das Ergebnis auch telefonisch bei uns erfragen.

Gastroenterologie - Diagnose Krebs – wie geht es weiter?

Bei im Rahmen unserer Untersuchungen diagnostizierten bösartigen Erkrankungen aus dem Bereich der Speiseröhre, des Magens und des Mastdarms schließt sich unmittelbar eine Vorstellung bei unseren onkologischen Kooperationspartnern an. Von hier aus werden Untersuchungen zur Beurteilung der Tumorausdehnung organisiert, um das weitere therapeutische Vorgehen exakt planen zu können. In der modernen Tumorbehandlung erfordern viele Konzepte die Durchführung einer Chemo- und/oder Strahlentherapie vor der Operation des Tumors, um so die Chancen auf eine dauerhafte Heilung erhöhen zu können.

Sämtliche Untersuchungen erfolgen in ausgewiesenen Zentren mit hoher onkologischer Expertise. Für die definitive Operation wird von uns unter Einbindung der zuweisenden Hausärzte der Kontakt zu einem zertifizierten Darmzentrum Ihrer Wahl hergestellt. Die Durchführung der präoperativen Behandlung erfolgt ambulant innerhalb eines Netzwerks ambulanter Onkologen und Strahlentherapeuten. Auch die Nachsorge wird von unserem Zentrum organisiert.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen Leistungserbringern ist eine lückenlose Versorgung der Patienten gewährleistet, ohne dass sich die Betroffenen selber um Termine kümmern müssen. Dadurch wird ein unnötiger Zeitverzug bei der Behandlung verhindert, durch den die Heilungschancen möglicherweise gemindert werden könnten.

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